Beschwerdebild

Ohr­geräusche (Tinnitus)

Anzeichen

  • Wahrnehmung von Sausen, Pfeifen, Brummen, Zischen, Rauschen oder Knacken
  • Evtl. Drehschwindel
  • Hörminderung

Ursachen

  • Atlas­dysfunktion, Kopf­gelenks­störung
  • Fehlstellungen der HWS
  • Erkrankungen des Ohres
  • weitere organischen Erkrankungen
  • Stress
  • Lärm

Beschreibung

Viele Betroffene von Tinnitus müssen neben den störenden Ohr­geräuschen noch eine weitere Hürde nehmen: Für Außen­stehende ist der Ton nicht hörbar. Die Belastungen durch das konstante Stör­geräusch sind enorm. Da nur der Betroffene das Stör­geräusch wahrnimmt, spricht man auch vom subjektiven Tinnitus. Der Arzt muss sich in diesem Fall auf die Aussage des Patienten verlassen.

Nur bei rund einem Prozent der Tinnitus-Diagnosen wird der objektive Tinnitus durch den HNO-Arzt diagnostiziert. Hierbei sind die Ohr­geräusche auch für den Arzt wahr­nehmbar und vor allem messbar. Neben Erkrankungen des Ohres und organischen Erkrankungen sind häufig Stress oder Lärm Auslöser von Ohr­geräuschen. Deswegen sollten Ohr­geräusche zunächst durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt abgeklärt werden. In nicht wenigen Fällen kann auch eine Fehlstatik der Hals­wirbel­säule bzw. eine Kopf­gelenks­störung (Atlas­dysfunktion) oder eine craniomandibulare Dysfunktion zu Ohr­geräuschen führen. Die Behandlung der oberen Halswirbelsäule und ihrer Auswirkungen auf Tinnitus setzt die Kenntnis der beteiligten Muskeln und Triggerpunkte voraus. Zu den wichtigen Muskeln gehören neben den oberflächlichen Muskeln (wie z. B. M. trapezius) die die Kopfgelenke stabilisierende, tiefe Nackenmuskulatur sowie auch die anderen Halsmuskeln. Dabei sind auch die sekundärenHalsstabilisatoren zu berücksichtigen.

Wie im Punkt Ursachen beschreiben sollten Ohrgeräusche zuerst durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersucht werden. Bleibt die Untersuchung ergebnislos, untersuchen wir die Hals­wirbel­­säule. Auslöser kann eine Fehlstatik der Hals­wirbel­säule und/ oder eine Funktionsstörung der Kopfgelenke sein, die mit einer manuellen Behandlung und einer gezielten Kräftigungs­therapie behoben werden kann.

Zeigt sich jedoch auch bei der orthopädischen Diagnostik kein Grund für die Ohrgeräusche, so darf das Kiefer­gelenk nicht vergessen werden. Nach unserer Praxis­erfahrung konnte in nicht wenigen Fällen durch eine Verbesserung der craniomandibularen Dysfunktion, dh. einer funktionellen Störungen im Kiefer­gelenk, die Ohrgeräusche gebessert, in manchen Fällen sogar völlig beseitigt werden.

Mögliche Therapien