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0711 - 33 99 69
Praxis Dr. med. Steeb
Arlbergstr. 38
70327 Stuttgart
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Mo. - Do.
08:15-12:00
Mo.
13:00-15:00
Mi.
13:00-16:00
Do.
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Fr.
nach Vereinbarung
Zusatzleistung

Orthopädie für Kinder

Sie sind mit der Aussage "Das verwächst sich schon!" NICHT zufrieden? Wir sind Spezialisten für funktionelle Kinder­orthopädie. Holen Sie durch unsere orthopädische Praxis eine zweite Meinung ein.

Die funktionelle Orthopädie für Kinder und Jugendliche beschäftigt sich in erster Linie mit im Laufe der Kindheit/​Jugend erworbenen Deformitäten oder Funktions­störungen und Beschwerden im Bewegungs­apparat unter ganzheitlichen Gesichtspunkten.

Orthopädie für Kinder

Bei jedem zweiten Kind zwischen 9 und 17 Jahren besteht, wie zuletzt eine Studie der Universität des Saarlandes zeigen konnte, eine deutliche Haltungs­schwäche des Oberkörpers dh. der Wirbelsäule und deren  Muskulatur, aber auch eine Fehlstatik der Füße.

„Das verwächst sich schon“

Diese manchmal fatale und gefährliche Aussage hört man immer wieder. Wenn Kinder Plattfüße, einen krummen Rücken oder Fehl­haltungen im Halsbereich aufweisen, sollte das ein Fall für den in der Kinder­orthopädie Erfahrenen sein. Denn verwachsen werden sich diese Probleme nur selten. Im Gegenteil, mit zunehmender Körpergröße speziell in den Wachstums­phasen ist mit einer Verschlimmerung der Fehl­haltung von Wirbelsäule und Füßen zu rechnen, da die Zunahme der Kraft, d.h. der Muskel­masse mit dem Knochen­wachstum nicht Schritt hält.

Hohe Relevanz

Wie wichtig dieses Thema gerade heute ist, möchten wir an einigen Zahlen, die aus verschiedenen Veröffentlichungen stammen, belegen:

  • 90% der Kinderfüße sind bei der Geburt gesund
  • beim Eintritt ins Schulalter weisen 50% Fußfehlhaltungen auf
  • 2/3 der Kinder tragen zu kleine Schuhe
  • 1/3 der Kinder gibt an, niemals bewußt barfuß gelaufen zu sein
  • haben vor 40 Jahren nur 10% der Schüler bei den Bundes­jugend­spielen keine Sieger- oder Ehren­urkunde erhalten – so erhalten heute nur noch 10% eine Sieger- oder Ehren­urkunde. Der Rest erhält eine Teil­nahme­bescheinigung, die es vor 40 Jahren noch gar nicht gab.

Beschwerden früh erkennen

Wie wichtig dieses Thema gerade heute ist, möchten wir an einigen Zahlen, die aus verschiedenen Veröffentlichungen stammen, belegen:

Wachstums­schmerz

Wachstums­schmerzen werden seit ca. 200 Jahren bei Kindern beschrieben. Was genau dahinter steckt, ist bis heute nicht eindeutig nachgewiesen. Als typisch für Wachstums­schmerzen werden in der Fach­literatur angegeben:

  • Beschwerden der unteren Gliedmaßen
  • Schmerzen zwischen den Gelenken
  • schmerzfreie Zeitintervalle
  • abendliches oder nächtliches Auftreten
  • beidseitig und wechselnd
  • unauffälliges Gangbild
  • Sport ohne Probleme
  • Alter 3-12 Jahre

Treten Beschwerden auf, die nicht zu diesen o.g. passen oder bei lang andauernden und massiven Beschwerden, so sollte eine fach­ärztliche Untersuchung erfolgen.

O- oder X-Beine

Wann ist das normal und wann sollten Sie etwas dagegen unternehmen? Bei Geburt haben die Säuglinge zunächst O-Beine. Dies ist völlig normal. Mit Laufbeginn entwickeln sich daraus langsam X-Beine, die sich allerdings mit zunehmendem Alter wieder normalisieren sollten.

Sind die O-Beine oder X-Beine beim Eintritt ins Schulalter noch deutlich nach­weisbar, sollte eine sekundäre Ursache ausgeschlossen werden. Dies sind oft Fuß­fehls­tellungen und seltener Fehlstellungen im Hüftgelenk oder im Knie­gelenk selbst. Da die Streubreite des Normalen je nach Befund sehr groß sein kann, sollte bei deutlichen Fehl­stellungen die Unter­suchung durch einen Spezialisten erfolgen.

Fußfehlhaltung

Babyfüße sind immer schön anzusehen. Doch sobald das Kind ins lauffähige Alter kommt, zeigt sich, ob es Probleme mit den Füßen gibt. Denn schon im Kindesalter sind Platt-, Knick-Senk-, oder sogar Klumpfüße keine Seltenheit. Hier finden Sie mehr Information zum Thema Kinderfüße:

Fußfehl­haltungen in Abhängigkeit vom Leben­salter!

Viele Kinder weisen im Laufe Ihrer Kindheit Fuß­fehl­haltungen auf. Aber keine Angst, nicht immer ist eine Fuß​­fehl​­haltung ein Fall für den Orthopäden. Hier erfahren Sie, was in welchem Lebens­alter normal ist und ab wann Sie einen Arzt konsultieren sollten.

Neugeborene

Fußmiss­bildungen sind bei Neugeborenen zunächst einmal äußerst selten! Die häufigsten Fehl­bildungen wie Sichel- oder Hacken­füße sind harmlos. Echte Fuß­miss­bildungen, wie z.B. der Klumpfuß sind selten, bedürfen aber einer speziellen Therapie und gehören damit in die Behandlung darin erfahrener Ärzte. Diese entscheiden, ob eine Therapie mit Gips­verbänden, gezielter Kranken­gymnastik oder eine operative Therapie notwendig ist.

Säuglinge

Plattfüße in dieser Zeit sind völlig normal! In diesem Alter überdeckt ein Fettpolster das Längsgewölbe des Fußes. Auch O-Beine entsprechen der normalen Entwicklung. Das obere Sprunggelenk zeigt dagegen, übrigens auch noch beim Kleinkind, eine leichte X-Stellung.

Kleinkinder

Nach dem Säuglingsalter beginnen die Kinder zu gehen und präsentieren einen Knickfuß. Dieser ist anfangs völlig normal, sollte sich aber mit zunehmender Gehbelastung und damit Training aufrichten.

Schafft er das bis zum Schulalter nicht – ist er nicht mehr normal. In der Anfangsphase haben die beruhigenden Worte, das wächst sich aus oder das wird schon noch, ihre Berechtigung – jedoch mit zunehmendem Alter, je nach Stadium, nicht mehr.

Es sollte eigentlich der Vergangenheit angehören, daß wir mit Aussagen von Eltern konfrontiert wird, die sich mehrfach auf solch beruhigende Äußerungen verlassen haben und ihr Kind im Teenageralter, mit extremen Fuß- und Beinachsenfehlstellungen, schräg abgelaufenen Schuhen, deutlichen Fehlstellungen im Kniegelenk und entsprechenden Beschwerden vorstellen.

Schulkinder

Fehlstellungen wie Knick-, Senk- und Hohlfüße sehen wir in diesem Alter oft und gelten "schulmedizinisch" als normal – sie sind es aber nicht. Waren vor Jahren noch Senkplattfüße dominierend, so sehen wir zunehmend immer mehr Hohlfüße oder hochgesprengte Füße.

Jugend

Gewichtszunahme und Größenwachstum belasten in dieser Phase die Füße vermehrt. Bereits vorhandene Fehlhaltungen werden dadurch verstärkt. Oft kommt es dann auch  zu Veränderungen der Beinachse sowie Fehlhaltungen des Beckens und der Wirbelsäule. Eine Untersuchung durch einen Fachmann wäre angezeigt!

Häufige Fuß­fehl­haltungen bei Kindern

Hier finden Sie eine Liste mit den häufigsten, den Fuß betreffenden Beschwerdebildern bei Kindern. Für weitere Informationen, können Sie auch gerne einen Blick in den Menüpunkt "Beschwerdebilder" werfen.

Der Knickfuß

Der Knickfuß ist mit Abstand die häufigste Fußfehlhaltung und leider auch diejenige, die am wenigsten ernst genommen wird. Sätze wie, das ist normal oder verwächst sich, sollten sehr sorgfältig eingesetzt werden.

In unserer Praxis warten wir bei leichten Knickfüßen bis zum Eintritt ins Schulalter zu. Hat sich jedoch bis dahin, v.a. unter vermehrtem Barfußlaufen, intensiver sportlicher Betätigung und kranken­gymnastischer Übungs­behandlung, keine Besserung eingestellt, so sollte therapeutisch mit modernen, dh. propriozeptiven Aktiveinlagen und/oder einer speziellen krankengymnastischen Übungstherapie – der Spiraldynamik (siehe Literaturtipp) geholfen werden.

X-Beine und Hohlkreuz

Die Kinder zeigen in diesem Alter meist nicht nur einen Knickfuß, sondern als Kettenreaktion auch ein X-Bein und ein Hohlkreuz. Wird zu diesem Zeitpunkt keine ursächliche und geeignete Therapie unternommen, so sind langfristige Folgen wahrscheinlich.

Was ist das häufigste Problem der Freizeit-Jogger  und -Läufer bei der Laufbandanalyse: die Hyperpronation. D.h. der Läufer hat bereits im normalen Stand einen Knick-Senkfuß oder knickt beim Aufsetzen des Fußes während des Laufens verstärkt nach Innen. Das bedeutet eine Knick­fuß­stellung des Läufers bei jedem Laufschritt. Dies wird dann durch eine passive Unterstützung mittels einer Ein­lege­sohle oder durch einen speziellen Schuh abgeschwächt oder gänzlich verhindert. Diese passive Unterstützung führt dann allerdings auch zu einer weiteren Schonung der das innere Längs­gewölbe stabilisierenden Muskulatur.

Bei den immer wieder vorgetragenen Kniebeschwerden junger Mädchen sollte nicht nur auf die häufig angeborene Fehlbildung der Kniescheibe, sondern auch auf die Achse des Rückfußes und des Sprung­gelenkes geachtet werden. So kommt es bei Verbesserung dieser häufigen Fehl­stellung oft auch zu einem Verschwinden der Kniebeschwerden ohne dortige lokale Therapie. 

Nicht selten führt die Kombination aus einem Knick-Plattfuß zu einer Verkürzung der Waden­muskulatur!

Der Senk-/Plattfuß

Dieser ist charakterisiert durch eine Abflachung des inneren Längsgewölbes. Beim echten Plattfuß findet sich gar kein inneres Längsgewölbe mehr. Beim Stand auf dem Podometer oder dem klassischen Fußabdruck, der Trittspur, zeigt sich eine deutliche Verbreiterung der Mittelfußtaille von 1/3 (normal) bis 1/2 (Senkfuß) oder sogar ganze (Plattfuß) Ballenbreite.

Häufigste Ursachen für diese Fußfehl­funktion sind erbliche Veranlagung, verstärkte Belastung (Übergewicht) und schwaches Muskel- und/oder Bindegewebe (besonders auch in den Wachstums­phasen der Kinder und Jugendlichen).

Knick-Senk-Fuß

Treten die Veränderungen des Senk- und Knickfuß gleichzeitig auf, spricht man vom Knicksenkfuß. Eine leichte Fehlhaltung ist bis zum Eintritt ins Schulalter physiologisch. Bei fort­geschrittener Fehlstatik, inbesondere auch beim Auftreten von strukturellen Veränderungen z.B. einer Verkürzung der Achilles­sehne sollte eine gezielte konservative Therapie erfolgen. Bei fortbestehenden Beschwerden trotz konservativer Therapie muß in einzelnen Fällen auch über operative Maßnahmen nachgedacht werden.

Hohlfuß / hoch­gesprengter Fuß

Bei dieser Fußfehlhaltung ist das innere Längsgewölbe deutlich verstärkt. In der Trittspur zeigt sich eine deutlich verschmälerte oder gar keine Mittel­fuß­taille. Meist findet sich ein hoher Rist, der nicht selten zu einem Schuh­konflikt führt. Diese Kinder­füße zeigen dazu meist einen fixierten Mittelfuß und oft auch ein nach außen gekipptes Fersenbein.

Die Ursachen sind vielfältig und nicht selten neurologischen Ursprungs. So kann ein Hacken­hohl­fuß vor allem z.B. nach einer Poliomyelitis (Kinder­lähmung) auftreten.

Der Spreizfuß

Der kindliche Spreizfuß ist durch eine Abflachung des Quergewölbes im unbelasteten Vorfuß charakterisiert. Der Vorfuß verbreitert sich. Schwielen in der Vorfußmitte und eine Fehlstellung der Zehen, auch der Großzehe, sind nicht selten die Folge.

Kinderspreizfüße sind nicht selten Folgen von hoch­gesprengten Füßen oder Hohlfüßen.

Der Sichelfuß

Der Sichelfuß, eine häufige Fußfehlhaltung, ist durch ein verstärktes Einwärtsdrehen des Vorfußes gekennzeichnet. Als Ursache wird eine muskuläre Dysbalance der Vorfußmuskulatur vermutet.

Im Säuglingsalter besteht die Behandlung zunächst im Stimulieren der abspreizenden Fuß­muskulatur durch "Kitzeln" am Fuß­außenrand. Bei kontrakten Sichel­füßen beginnt man nicht selten gleich mit einer Gips­behandlung.  Sollte der Sichelfuß sich nicht spontan in den folgenden Jahren normalisieren, kann dieser mit einer speziellen Kranken­gymnastik der "Spiraldynamik" oder propriozeptiven Einlagen behandelt werden.

Zehenspitzengang

Der normale Zehenspitzengang ist eine Ganganomalie, bei der der Zehen­spitzen­gänger aus nicht bekannten Gründen zwischen dem normalen Gang und dem Vorfußgang wechselt.

In den meisten Fällen verschwindet der Zehen­spitzen­gang ohne besondere Therapie von alleine. In wenigen Fällen können jedoch schwere Funktions­störungen und dann auch Form­veränderungen wie ein verbreiterter Vorfuß oder eine Spitz­fuß­stellung mit verkürzter Achilles­sehne daraus entstehen.

In den meisten Fällen entsteht der Spitzfuß jedoch auf dem Boden einer neurologischen Grunder­krankung.

Bei länger bestehendem Zehen­spitzen­gang ist deshalb eine fachärztliche Untersuchung zu empfehlen.

Klumpfuß

Die häufigste schwere Fußdeformität ist der Klumpfuß, der in einer Häufigkeit von 1,5:1000 Geburten auftritt. Die Therapie des Klumpfußes sollte möglichst bald nach der Geburt beginnen. Dabei hat in den letzten Jahren die Ponseti-Gipsbehandlung gute Ergebnisse gezeigt. Sollte diese Behandlung jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kann der Klumpfuß durch einen operativen Eingriff korrigiert werden.

Weitere ausführliche  Informationen finden Sie auf der Seite klumpfuesse.de

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